Helsinki | Teil 1

Pünktlich um 9.00 am Montag (30. Mai) ist die Fähre aus Travemünde in Helsinki bei schönstem Wetter gelandet, und das neue Navi hat uns auch zeitnah zu unseren Couchsurfer-Hosts in Helsinki Innenstadt geleitet.

Um 14.00 Uhr war dann auch bereits der Termin in der Stadtbibliothek Helsinki, mit Tuula Haavisto, der Direktorin der Stadtbibliothek und ihrer Kollegin, Marja- Liisa Komulainen, Head of Development Unit ebendieser Bibliothek.

Die Stadtbibliothek Helsinki ist die größte Öffentliche Bibliothek als System und bildet mit den Bibliothekssystemen in Vaanta und Espoo Helmet, einen großen Bibliotheksverbund.

Über sich selbst sagt der Verbund folgendes:
„As a customer of a HelMet library you have more than 60 living rooms at your disposal, 900 employees at your service, and you can mark every single page of your calendar with a library event.
We make everything easy for you: you can surf the web library and the materials you request are delivered close to you. Your questions are rapidly answered by mouth as well as electronically.
HelMet web library is the most frequently used web library in Finland. HelMet service consists of information on more than three million items that are available to everybody living in the metropolitan area.“

Doch zurück zur Stadtbibliothek, die auch über Helmet hinaus als zentrale Öffentliche Bibliothek Finnlands fungiert und mit ihrer Website kirjasto.fi auch ein wie verschiedenste Interviewpartner sagen unverzichtbares Informationsportal zwischen den einzelnen Bibliothek Finnlands bespielen.

In Helsinkis Öffentlichen Bibliotheken ist viel in Bewegung, ein neues Bibliotheksgesetz stärkt den Bibliotheken den Rücken und eine neue, landesweite Bibliotheksstrategie definiert, die unter dem Titel „The way forward for public libraries 2016 – 2020“ soeben auch auf englisch publiziert worden ist.

Library10 – eine geschäftige Bibliothek direkt am Hauptbahnhof (hierzu wird es noch einen eigenen Blogbeitrag geben) fungiert als Pilotbibliothek der sich im Bau befindenden neuen Hauptbibliothek Helsinkis, die voraussichtlich 2018 eröffnet wird und deren Gestaltung mit großer Bürgerpartizipation von statten ging (dazu mehr im Library10-Blogbeitrag).

Mein erstes Interview – in dem natürlich auch die neue Zentralbibliothek Thema war – hat aber in Pasila / Böle stattgefunden. Dort sitzt neben einer großen Stadtteilbibliothek auch die Direktion.

Inspirationen in Bildern:

pasila public library

Die Bibliothek von aussen – zugegeben umspektakulär, aber der Neubau ist zum greifen Nahe und liegt auch wesentlich zentraler….

discrination frre zone

Das Signal ist aber auch hier klar: Niedrigschwelligkeit und keine Diskriminierung bilden eine der immer auch sichtbaren Leitlinien der Helsinki Stadtbibliothek.

ideenbrunnen inmitten der bibliothek

… und sprudelnde Idee waren zu spüren, obwohl der Bibliotheksspringbrunnen gerade nur leise blubberte und nicht wie sonst Wasserfontänen schoss….

maker space mal anders | passilo public library

… aber gemeinsam mit den Kund*innen puzzlen hilft *g*

Doch zurück zum Interview:

In dem Gespräch mit Thula und Marja-Liisa kam ganz klar raus, was auch im aktuellen Strategiekonzept der Bibliothek zentrale Vision ist:

vision helsinki city library 2017

Das Bild hab ich ‚klauen‘ dürfen aus der Präsentation von Kari Lämsä zur Library10, über die ich noch berichten werden. Im publizierten Papier ist sie dann nochmal etwas minimiert worden, dort heisst es:

The library is a place full of new ideas. By sharing information, knowledge and stories, we are creating a new civil society together.

Thula und Maria-Liisa haben mir für meinen Blog folgendes Zitat mit auf den Weg gegeben, dass ich aus dem Interview dann auch entnehmen durfte:

Tuula Haavisto und Marja-Liisa Komulainen

links: Tuula Haavisto, die Direktorin
rechts: Head of Development Unit – Marja-Liisa Komulainen

Beide Kolleginnen haben viele spannende Dinge zu berichten gewusst – mitgegeben für den Blog haben sie mir drei:

Our priorities as a library are safety and freedom of information, and therefore we have to closely involve our citizens.

One example of our citizen involvement are our successful language cafés: these are low-threshold events that are easy to organize through volunteers, are inclusive and of increasing importance.

Successful knowledge management depends on atmosphere and discussion culture. Incorporating the staff’s skills, continued monitoring and quick reaction times are therefore essential. And we still have lessons to learn.

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